Anhörung zur Meisterpflicht

10.06.2019

Letzte Woche fand in Berlin eine Anhörung zur Meisterpflicht statt, es ging um die Gewerke B1/B2 der Handwerksordnung und die Überführung dieser Gewerke in die Handwerksrolle A. Dazu gehört auch das Bestattungsgewerbe.

Entgegen der Meinung der anderen Verbände (BDB,VDB und dem Rest) haben wir uns klar dagegen positioniert.

Wir sehen darin einen weiteren Versuch den Markt abzuschotten, die bisherigen Ausbildungsmöglichkeiten, einseitig zu gestalten und den untauglichen Versuch, Verbraucherschutz durch den „Meistertitel“ zu erreichen.

Statt dessen fordern wir eine Änderung der Gewerbeordnung nach §38 GewO.
Damit würde das gesamte Bestattungsgewerbe ein so genanntes „Überwachungsbedürftiges Gewerbe“, das wir auch heute bereits so formuliert haben. Damit erreicht man alle Unternehmen des Bestattungsgewerbes und kann auch wirksam gegen die „Unseriösen“ in unserer Branche vorgehen.

Interessant auch die Einschätzung der Monopolkommission:

Eine Ausweitung des Meisterzwangs ist aus wettbewerbspolitischer Sicht abzulehnen, da sie zusätzliche Hürden für den Markt- und Berufszugang errichtet.
Sicherung von Qualität und Stärkung der Ausbildung im Handwerk erfordern keinen Meisterzwang.
Ökonomische Erwägungen begründen verfassungsrechtliche Bedenken gegenüber Eingriff in Berufsfreiheit.

Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

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